Pocking erfreut sich größerer Beliebtheit als je zuvor. Mit stetig steigender Einwohnerzahl wächst die größte Stadt des südlichen Landkreises Passau nicht nur was die Kaufkraft angeht, auch die Attraktivität als Einkaufsort und Wohnsitz wächst.
Pocking zieht vermehrt „Zua´groaste“ aus dem gesamten Landkreis mit seiner positiven Arbeitsmarktsituation und gleichzeitig sehr günstigen Grundstückspreisen an.  Im Schnitt sind gute, erschlossene Baugrundstücke schon für etwa 60 Euro pro Quadratmeter zu bekommen, selbst wesentlich kleinere Gemeinden mit deutlich schwächerer Infrastruktur sind hier teilweise teurer. Mitten im Bäderdreieck gelegen konzentriert sich das Arbeitsplatzangebot zum großen Teil auf die Kur- und Hotelbetriebe, das Gesundheitswesen und die Gastronomie. Aber Pocking verfügt auch über eine sehr breite Palette an gut etablierten mittelständischen Betrieben aus den Bereichen Handwerk, Handel und Industrie. Besser könnte der Mix also nicht sein.

Dass eine Stadt von der Größe Pockings, von der unmittelbaren Nähe einer Universitätsstadt wie Passau nicht „erdrückt“ wird, sondern sich ganz im Gegenteil sogar noch deutlich dynamischer entwickelt als viele andere Orte der Region ist zunächst einmal ein nicht wegargumentierbarer Beleg für ein recht gelungenes Stadtmanagement. Die Verantwortlichen „Stadtmanager“ wie Bürgermeister Franz Krah oder der leitende Beamte Christan Hanusch machen augenscheinlich Einiges richtig – aber natürlich nicht jedem Alles recht.

Natürlich wird teilweise seitens der innerstädtischen Geschäftswelt beklagt, dass das neue Fachmarktzentrum rund um den OBI-Baumarkt offensichtlich weiter blüht und wächst. Man fürchtet um die Stellung der Innenstadt und kritisiert, dass „denen“ da draußen der Weg geebnet würde, während man die Innenstadt und ihre Belange nur wenig berücksichtige. Einige Umfragen, die wir zu diesem Zweck in Pocking durchgeführt haben, zeigten zwar zum Einen sehr wohl, dass viele Menschen gerne im neuen Fachmarktzentrum einkaufen gingen, getroffen haben wir diese Personen jedoch allesamt beim bummeln in der Innenstadt. Gute 70% der befragten Passanten waren zudem keine Pockinger, sondern erwiesen sich als Einkaufsgäste aus den umliegenden Gemeinden und aus dem benachbarten Österreich. Es zeigt sich demnach, dass die Pläne, mit der Erweiterung des Fachmarktzentrums die Attraktivität der Stadt als Einkaufsort insgesamt zu steigern, sehr wohl aufgehen und diese Entwicklung auch durchaus einen belebenden Effekt auf die Innenstadt haben kann.

Natürlich kann dieser Belebungseffekt nur dann funktionieren, wenn sich die Innenstadt auch weiterhin als attraktives und abwechslungsreiches Ziel für den entspannten Shoppingtrip nach Pocking aufstellt. Dazu gehörten Fachgeschäfte, die durch Spezialisierung, Kompetenz, Erfahrung und Service dort punkten, wo sie mit schierer Fläche nicht konkurrieren können. Und dazu gehört auch eine abwechslungsreiche Gastronomie, die vor allem durch zuverlässige Qualität überzeugt – und davon hat Pocking durchaus einiges zu bieten. Die besten Restaurants und Wirtshäuser Pockings sowie der eingegliederten Märkte können den Vergleich mit den Gastgebern in größeren Städten mit Leichtigkeit annehmen und entscheiden ihn in vielen Fällen sogar sehr überzeugend für sich. Die erfrischende Vielfalt des gastronomischen Angebotes ist dabei besonders positiv hervor zu heben.

Dass Pocking seine Stellung in der Region weiter behaupten und sogar ausbauen kann, ist also keine Frage des Potenzials – das ist vorhanden. Kommt tatsächlich der Ausbau der Autobahnverbindung nach München in den nächsten Jahren, so dürfte dies ganz besonders für Pocking einen gewaltigen Schritt nach vorne bedeuten.

Was man in Pocking über Pocking denkt…

Andrea Müller-Lebmann, Chefin v. Sport Müller
: „Natürlich ist man als Gewerbetreibender in Pocking immer daran interessiert, die Stadt noch attraktiver zu machen, als sie ohnehin schon ist. Wir im Gewebeverein „Pocking aktiv“ versuchen mit vielerlei Aktionen unseren Teil zur Belebung der Innenstadt beizutragen. Natürlich würden mir auch einige Veränderungen einfallen – die Einbahnstraßenregelungen zum Beispiel halte ich für verbesserungsfähig. Viele ortsunkundige Einkaufsgäste finden zum Beispiel kaum einen Weg in die hintere Passauer Straße, was diese Lage problematischer macht. Dieses Thema ist jedoch schon zig Jahre alt und ich glaube kaum, dass sich hier demnächst etwas tut. Damit die Innenstadt ihre Attraktivität erhalten kann, würde ich versuchen noch mehr Augenmerk auf gemütliche Sitzgelegenheiten legen, und durch eine attraktive Gestaltung der Straßen und Plätze die Menschen zum Bummeln und Verweilen animieren.“

Tanja Rittmann, Ruhstorf : 
„Ich komme gern zum Einkaufen nach Pocking, weil ich hier alles finde, was ich brauche. Für verbesserungsfähig halte ich allgemein allerdings die Öffnungszeiten der Kindergärten. Als berufstätige Mutter hat man kaum eine Chance, sich diesen Zeiten anzupassen, die Kindergärten sind da absolut unflexibel!“

Ines Osterholzer, Rotthalmünster: 
„Ich fahre zum Einkaufen nur nach Pocking, hier gibt es einfach alles, was man braucht. Besonders wenn es um Klamotten geht, finde ich hier eine super Auswahl. Was fehlt ist was Schönes zum abends weggehen. Ein cooler Club oder ein paar schöne Kneipen würden Pocking sicher nicht schaden.“

Fam. Bruckbauer, Obernberg: 
„Zum Einkaufen kommen wir seit vielen Jahren immer nach Pocking – gegenüber Österreich ist es hier einfach um ein Vielfaches billiger. Wir nutzen dabei verstärkt das neue Fachmarktzentrum, gegen danach aber meistens immer in die Stadt zum bummeln. Was wir vermissen wäre ein richtiges Möbelgeschäft.“

Franz Gibis, Bad Füssing: 
„Ich lebe in Bad Füssing und arbeite in Passau. Aber obwohl ich fast täglich in Passau bin, vermeide ich es dort einzukaufen, das mache ich lieber in Pocking. Die Infrastruktur in Pocking und Füssing ist hervorragend. Gerade was die Gastronomie angeht, sehe ich das Angebot hier sogar deutlich vor Passau. Die Restaurants hier sind sehr, sehr gut.“

Fam Bosch, Vilshofen
: „Wir kommen regelmäßig nach Pocking. Man kann hier wunderbar bummeln und ich habe den Eindruck, die Gewerbetreibenden arbeiten hier sehr gut zusammen, um die Stadt für Gäste attraktiv zu machen. Das Fachmarktzentrum besuchen wir nicht, so etwas haben wir in Vilshofen selbst, uns ist die Innenstadt lieber. Es gibt in Pocking viel zu entdecken, wir kommen immer gern hierher. Heute sind wir hergefahren weil wir von  einem Angebot von Held Lederwaren erfahren haben – wir werden heute ein Schnäppchen machen!“