Die Top 5 der kuriosesten Schiedsrichterentscheidungen

Der Fussball lebt von seinen Emotionen. Diese werden nicht zuletzt durch mehr oder weniger nachvollziehbare Schiedsrichter- Entscheidungen angeheizt. Wir haben für Sie eine Rangliste mit den fünf kuriosesten Schiedsrichter-Irrtümern erstellt, die im Fussball Geschichte schrieben oder für grosses Gelächter gesorgt haben.

Platz 5: In England zeigte sich ein Spieler von einer wenig manierlichen Seite: Während ein Akteur der gegnerischen Mannschaft Anlauf zum Strafstoß nahm, versuchte der besagte Spieler durch einen lauten „Furz“ Ablenkung zu betreiben. Zunächst schien die Aktion erfolgreich zu sein, denn der Elfmeter wurde vom Keeper pariert. Jedoch hatte der Schiedrichter von dem „Furz“ Wind bekommen und gab dem Spieler die gelbe Karte – Wie der Referee nach dem Spiel erklärte, hatte sich der Spieler nicht wie ein Gentleman verhalten. Der Elfmeter wurde übrigens wiederholt, im zweiten Anlauf ging der Ball dann auch ins Tor.

Platz 4: Im Bundesligaspiel FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln (29.04.98) nahm es der Schalker Oliver Held nicht ganz so ernst mit der Ehrlichlichkeit. Held verhinderte mit einem offensichtlichen Handspiel auf der Torlinie einen Treffer der Kölner. Jeder im Stadion hatte das Vergehen des Spielers gesehen – mit Ausnahme des Schiedrichters. Dieser fragte den Übeltäter nach eigenen Zweifeln an der Entscheidung und heftigen Protesten seitens der Kölner, ob er denn wirklich Hand gespielt hätte. Held verneinte und der Referee blieb zum Leidwesen der Kölner bei seiner Entscheidung – die „Geißböcke“ stiegen am Saisonende aus der Fußball-Bundesliga ab.

Platz 3: Mit dieser wenig rühmlichen Szene wurde in der Fußball-Bundesliga Geschichte geschrieben: Andreas Möller, seinerzeit Spieler von Borussia Dortmund, rannte dem Ball im Spiel gegen den Karlsruher SC (13.04.95) innerhalb des Strafraumes hinterher. Wie von einem Stein getroffen und ohne jeglichen Kontakt mit einem Gegenspieler hob Möller ab und warf sich auf den Rasen. Der Schiedsrichter wertete diese Flugeinlage als Foulspiel und gab Elfmeter. Diese Aktion ging als „Schwalbe des Jahrhunderts“ in die Fußball-Geschichte ein.

Platz 2: Der Fall des angetrunkenen Schiris in Weissrussland war nicht der Einzige dieser Art: Im November 1975 leitete Wolf-Dieter Ahlenfelder das Spiel zwischen Werder Bremen und Hannover 96 mit einer Alkoholfahne. Er pfiff die erste Halbzeit bereits in der 32. Minute ab. Erst nach Absprache mit seinem Assistenten ließ er wieder weiterspielen, um dann in der 43. Minute endgültig abzupfeifen. Nach dem Spiel äußerte sich Ahlenfelder mit zwei legendären Kommentaren: „Wir sind Männer und trinken keine Fanta!“, und: „Ein Bier und ein Malteser zum Mittagessen, das wird doch wohl erlaubt sein!“ Übrigens: Wenn man heute in Bremer Kneipen einen Ahlenfelder bestellt, bekommt man ein Malteser-Bier-Gedeck serviert. Na dann, Prost!

Platz 1: Thomas Helmer schoss am 23. April 1994 das sogenannte „Phantom-Tor“. In einer undurchsichtigen Strafraumsituation beförderte der damalige Bayern-Spieler Helmer den Ball am linken Pfosten über die Torauslinie am Kasten von Nürnberg-Keeper Andy Köpke vorbei. Schiedsrichter Osmers hingegen meinte, einen Torerfolg gesehen zu haben und erkannte den vermeintlichen Treffer an. Die Bayern gewannen das Spiel so mit 2:1. Im Nachhinein erklärte der DFB das Tor jedoch für ungültig und setzte das Spiel neu an. Das Wiederholungsspiel gewannen die Bayern mit 5:0.