Was wäre eigentlich, wenn Microsoft sich entschließen würde Autos zu bauen? Wenn sich demnächst die großen Autobauer in die Pleite verabschieden, wer versorgt die Welt dann noch mit Autos? Bahn frei für das Microsoft-Mobil, doch auf einige Änderungen in Bedienung und Betrieb müssen wir uns wohl einstellen:

  1. Grundsätzlich erwerben sie das Windows-Auto von Microsoft mit einer Fahrerlizenz. Wenn Sie gelegentlich jemanden mitnehmen, müssen Sie zusätzlich zu Ihrer Fahrerlizenz noch eine Passagierlizenz erwerben. Wenn gar Ihre Frau ebenfalls den Wagen fährt, benötigen Sie eine zweite Fahrerlizenz, diese kostet noch mal das gleiche wie das ganze Auto.
  2. Von Zeit zu Zeit würde der Motor einfach ausgehen und sich nicht neu starten lassen, bevor Sie ihn nicht zunächst aus- und wieder eingebaut hätten. Merkwürdigerweise würden Sie diesen Umstand einfach akzeptieren und nicht etwa eine Werkstatt aufsuchen.
  3. Microsoft-Autos würden besonders zuverlässig in einer reinen Microsoft-Umgebung funktionieren. Dies wären Windows-Benzin, Microsoft-Straßen und Microsoft- Fertiggaragen. Stellen Sie das Auto versehentlich unter einem Apfelbaum ab, startet es gar nicht mehr.
  4. Das Microsoft-Auto hat eine automatische Update-Funktion und lädt sich unaufgefordert seine Produktaktualisierungen aus dem Internet. Natürlich wird das Auto jedesmal nach einem Update seine Funktion einstellen und einen Neustart verlangen, besonders gerne finden Updates statt, wenn Sie gerade mit Tempo 180 auf der Autobahn unterwegs oder mitten im Stadtverkehr sind.
  5. Das Microsoft-Auto ist so sicher, dass Sie jedes Mal, wenn sie von der Ampel losfahren erst Ihr Passwort und den 34-stelligen Produkt-Identcode eingeben müssen. Bevor der Airbag ausgelöst wird, fragt das Betriebssystem „Sind Sie sicher?“
  6. Jedes Mal, wenn sie an einer Kreuzung abbiegen wollen bleibt das Microsoft-Auto erst einmal solange stehen, bis es sich das Plugin „Abbiegen“ in den Arbeitsspeicher geladen hat.
  7. Es gäbe ein Konkurrenzmodell mit einem Apfelsymbol auf dem Kühlergrill. Es hat dreimal soviel PS, ist fünfmal so schnell, doppelt so sicher, verbraucht die Hälfte Benzin, fällt nie aus und hat ein geiles Design. Aber nur eingebildete Sonderlinge mit schwarzen Rollkragenpullovern fahren dieses komische „iCar“.
  8. Der Innenraum des Microsoft-Autos verfügt über zahlreiche Ablagefächer und Stauräume. Bei bestimmten Fahrmanövern wird der Inhalt der Ablagefächer automatisch auf die Straße entleert.
  9. Jedes Mal, wenn ein Fahrer oder Fahrgast in das Microsoft-Auto einsteigt, wird er in die Passagierregistrierung eingelesen, dieser Vorgang benötigt 0,1 PS. Nach dem Aussteigen des Passagiers bleibt der Registrierungseintrag erhalten und die 0,1 PS sind für immer weg. Nach 2 Jahren täglichem Gebrauch ist aus dem rasanten Microsoft-Sportwagen die gleiche lahme Krücke geworden wie der Vorgänger.
  10. Wenn Sie das Microsoft-Auto waschen möchten, müssen sie es zu einem Spezialisten bringen, der den Straßenstaub vollständig deinstalliert. Wenn Sie es mit einer normalen Waschanlage versuchen, wird der Dreck sofort nach dem Starten des Motors wieder erscheinen. Sie können jedoch das Lackpflegemittel „Norton Anti-Schmutz“ auftragen lassen, jedoch können Sie den Wagen danach nur noch starten, wenn Sie frisch geduscht sind.